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Verleihung der GfH-Ehrenmedaille
an Prof. John M. Opitz

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Die Deutsche Gesellschaft für Humangenetik verleiht am 9.3.2005 zum dritten Mal in ihrer Geschichte die Ehrenmedaille als ihre höchste Auszeichnung für herausragende Verdienste auf dem Gebiet der Humangenetik. Mit der Vergabe der Ehrenmedaille soll ein herausragender Wissenschaftler auf dem Gebiet der klinischen Genetik in besonderer Weise geehrt werden, und damit auch das Fach Humangenetik in das zentrale Blickfeld der Öffentlichkeit gelangen – ein Fach, das in den vergangenen Jahren eine zentrale Bedeutung in der Medizin erlangt und eine wichtige Brückenfunktion hin zu den Biowissenschaften übernommen hat.

Der Preisträger von 2005 – Prof. Dr. John Marius Opitz – repräsentiert besonders eindrucksvoll das Anliegen dieser Auszeichnung. Er genießt als Wissenschaftler hohes internationales Ansehen und hat in kollegialer Verbundenheit maßgeblich zur Neuorientierung und Entwicklung der Humangenetik in Deutschland beigetragen.

Die Texte der Verleihungsurkunde lautet:
Professor Opitz gehört als Forscher und Lehrer zu den herausragenden Persönlichkeiten der Humangenetik. Als Wegbereiter für die klinische Genetik und Syndromologie und als langjähriger Herausgeber des Am J Med Genet hat er sich bleibende Verdienste erworben.

Vita: Prof. Dr. John Marius Opitz
(Verfasserin: Prof. Dr. Gabriele Gillessen-Kaesbach)

Prof. Dr. John M. Opitz wurde am 15. August 1935 in Hamburg geboren, wo er auch von 1942-1950 seine Schulzeit absolvierte. Seit 1950 lebt er in den USA.1955-1961 Studium der Zoologie und Medizin in Iowa City. Die Ausbildung zum Kinderarzt an den Universitäten Iowa City und Wisconsin. Hier wurde er 1964 Assistenz-Professor und 1972 Professor für Pädiatrie und medizinische Genetik. Von 1979-1997 übernahm er eine Professur für Humangenetik an der Montana State University in Bozeman. Seit 1979 ist er Professor für Humangenetik, Kinderheilkunde sowie Geburtshilfe und Frauenheilkunde an der Universität von Salt Lake City. Die Forschungsschwerpunkte von Herr Opitz Opitz sind menschliche Entwicklungsdefekte, syndromale Krankheitsbilder sowie Entwicklungsfelder als wichtiger Schnittpunkt der Entwicklungs- und Evolutionsbiologie. Zahlreiche Erstbeschreibungen syndromaler Erkrankungen tragen seinen Namen. Besondere Verdienste hat Herr Opitz als langjähriger Herausgeber des „American Journal of Medical Genetics“und als Mitherausgeber des European „Journal of Pediatrics“. Er ist Mitglied zahlreichen amerikanischen, internationalen und deutschen wissenschaftlichen Gesellschaften und Akademien sowie Alexander von Humboldt-Preisträger. Herrn Opitz sind zahlreiche Ehrungen verliehen worden u.a. 1986 die Ehrenpromotion der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel.




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