Mit dem berufsbegleitenden postgradualen Universitätslehrgang „Medizinisch-Genetische Labordiagnostik, M.Sc.“, der zum Wintersemester 2026/2027 an der Medizinischen Universität Innsbruck eingerichtet wird, wird ein einheitliches akademisches Qualifikationsniveau für Naturwissenschaftler:innen im humangenetischen Labor geschaffen.
Ziel des Universitätslehrgangs ist eine qualitativ hochwertige und praxisnahe postgraduale Ausbildung in medizinischen Grundlagen und humangenetischem Fachwissen für humangenetisch tätige Naturwissenschaftler:innen. Es werden die theoretischen Kenntnisse und praktischen Grundlagen für alle klassischen und modernen humangenetischen Analyseverfahren vermittelt und das medizinische Wissen, um die erhobenen Analyseergebnisse nicht nur technisch und methodisch zu validieren, sondern sie auch im individuellen medizinischen Kontext interpretieren und vermitteln zu können. Der universitäre Masterabschlusses komplementiert die praxisorientierte strukturierte 5-jährige Weiterbildung zum Fachhumangenetiker:in (GfH, ÖGH) bzw. European registered Clinical Laboratory Geneticist (ErCLG) (EBMG) in einer humangenetischen Einrichtung als Grundlage für eigenverantwortliches Arbeiten und eine leitende Tätigkeit im humangenetischen Labor.
Durch die zielführende Struktur des Universitätslehrgangs wird die Weiterbildung zum/r Fachhumangenetiker:in (GfH, ÖGH) vereinheitlicht und die humangenetischen Einrichtungen werden bei der Einarbeitung, Fort- und Weiterbildung ihrer Mitarbeiter:innen deutlich entlastet. So können trotz Fachkräftemangels hochqualifizierte Akademiker:innen in humangenetischen Einrichtungen weitergebildet und gehalten werden. Neben Naturwissenschaftler:innen profitieren auch Ärzt:innen - insbesondere in der Weiterbildung zum/r Fachärzt:in für Humangenetik - von dieser intensiven humangenetischen Laborkunde.
Nähere Informationen erhalten Sie unter https://www.i-med.ac.at/medgenlab/ oder per E-Mail an Mail an msc-mgl@i-med.ac.at.
Zielgruppe:
Der postgraduale Studiengang richtet sich vorrangig an Absolvent:innen natur- und lebenswissenschaftlicher Masterstudiengänge sowie an Ärzt:innen, die bereits im Bereich der humangenetischen Diagnostik oder Forschung tätig sind und eine entsprechende (leitende) Tätigkeit in einer humangenetischen Einrichtung, der Pharmaindustrie, der in-Vitro-Diagnostik, der Forschung, in Behörden oder in Ämtern anstreben.
Studiengang im Überblick
Art des Studiums | Berufsbegleitend, weiterbildend, praxisorientiert |
Lehrsprache | Deutsch, einzelne Unterrichtseinheiten können auf Englisch unterrichtet werden |
Zugangsvoraussetzungen | Abgeschlossenes Bachelor-, Master- oder Medizin-Studium sowie mindestens 2 Jahre einschlägige Berufserfahrung (bei Bachelorabschluss: zusätzlich 2 Jahre in einem diagnostischen Labor einer fachärztlich humangenetisch geleiteten Einrichtung); aktuell und während der gesamten Dauer des Lehrgangs Tätigkeit in einer fachärztlich humangenetisch geleiteten Einrichtung, sehr gute Deutsch- und Englischkenntnisse |
Abschluss | Master of Science (M.Sc.) |
Regelstudienzeit | 5 Semester (inkl. 6-monatiger Masterarbeit) |
Leistungspunkte | 120 ECTS |
Studiengebühr | 2.500 € pro Semester |
Immatrikulation | Alle zwei Jahre zum Wintersemester; Start der ersten Matrikel: voraussichtlich Wintersemester 2026/27 |
Teilnehmerzahl | Die Teilnehmerzahl wird für jeden Lehrgang neu festgesetzt. |
Die GfH unterstützt ihre Mitglieder bei der Teilnahme an den berufsbegleitenden Masterstudiengängen „Medizinisch-Genetische Labordiagnostik, M.Sc." an der Medizinischen Universität Innsbruck und „Medizinisches Labor, M.Sc." an der Universität Leipzig durch die Vergabe von Stipendien.
Die Stipendien sind als Zuschuss zu den Studiengebühren konzipiert und umfassen jeweils 1.000,00 € pro Semester für die ersten beiden Semester. Antragsberechtigt sind GfH-Mitglieder, die in einer humangenetischen Einrichtung tätig sind und eine Zulassung zu einem der genannten Studiengänge nachweisen können. Die Vergabe erfolgt durch Losverfahren unter allen fristgerecht eingegangenen vollständigen Bewerbungen.
Anträge können im Zeitraum vom 1. bis 15. September 2026 per E-Mail an organisation@gfhev.de eingereicht werden. Weitere Informationen zu Fördervoraussetzungen, Antragsunterlagen und Vergabeverfahren sowie das Antragsformular finden Sie hier: